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Männerträume wurden wahr...

Männerträume wurden wahr ........... Am Samstag, den 15.08.2009, trafen sich zwei Männer im TRITON in Karlsruhe zur Vorbereitung einer einzigartigen Aktion. Nach zwei Stunden Arbeit war es soweit: 2 Doppel 12er und 18 Stage-Flaschen waren gefüllt mit Luft , Nitrox und Sauerstoff, alle Flaschen geprüft, beschriftet und mit Reglern versehen. Nun mussten sie nur noch verladen werden. Das ging dann schneller als gedacht. Der VW Bus war voll beladen. Die beiden Männer fuhren dann am Sonntagmorgen um 4 Uhr an den See in Grauelsbaum. Die Flaschen wurden ausgeladen, an den See transportiert, mit 3 Leash zu Paketen von je 6 Flaschen gebündelt und im 1,5 m tiefen Wasser abgelegt. Dann ging es zurück zum Bus. Die Tauchanzüge wurden angezogen, die vorher genauestens überprüfte Ausrüstung sowie die Doppelgeräte angelegt. Dann ging es los – wieder an bzw. in den See. Die Flossen wurden angelegt. Noch einmal wurde der Tauchgang kurz und klar durchgesprochen. Die beiden Männer tauchten ab. Jeder nahm ein Bündel Stages auf, tauchte unter dem Bagger durch ins tiefere Wasser. Die Bündel wurden abgelegt. Ein Reel wurde von einem Baum zum anderen verlegt, die Stages an dem Reel abgehängt in der Reihenfolge der nach Verwendung und des Tauchers. Nach dem Durchzählen und Kommando „alle Flaschen noch da” nahm jeder der Taucher 2 Grundgas Stages (eine mit 40er Nitrox und eine Sauerstoffstage) auf und hängte sich die Flaschen an die Position ihrer Bestimmung. Die erste Runde wurde begonnen. Nach einer gesamten Tauchzeit von 50 Minuten inklusive dem Abhängen der Flaschen, Spannen des Reels und Abhängen und Aufnehmen der Stages ging es ein bisschen tiefer. Zwischen 30 und 20 Meter zieht sich eine Wand an der Westseite durch den See. Nach 50 Minuten in dieser Tiefe ging es dann mit ungefähr 30 Minuten Deko wieder nach oben in wärmeres Wasser. Die ersten 100 Minuten waren um. Die Tauchcomputer wurden mit 40er Nitrox ausgetaucht, die CNS immer im Blick. Als die Rechner keine Deko mehr angezeigten, die beiden Taucher noch ein paar Karpfen und Hechte beobachtet hatten, tauchten Sie wieder ab in die Tiefe 20 - 30 Meter. Tauchzeit 175 Minuten, wieder die Wand, diesmal am Westufer. Nach 35 Minuten stiegen die Taucher einige Meter auf in wärmeres Wasser. Die Kälte machte zu schaffen. Es war schon hart am Limit. Die Deko betrug wieder 30 Minuten. Die Computer wurden ausgetaucht. Nach 315 Minuten waren sie wieder am Reel mit den Stages. Die Stage-Flaschen mussten gewechselt werden. Die richtigen 4 Flaschen für die zweite Runde wurden anhängt. Eine kurze Notiz auf den Schreibtafeln für die Tauchkollegen, die zur Unterstützung an den See kamen. Es gab Wasser aus einem Camelpack und eine Caprisonne. Für diese Runde wurde ein Camelpack mit Schlauch an einer Stage mit Bänder befestigt. Die zweite Runde begann. Viele Fische waren zu sehen. Die Taucher absolvierten die Runde im Flachwasser. Einer der Taucher hatte sein ´Pinkelventil´ (aus Eitelkeit!?) nicht angeschlossen. Die Feuchtigkeit machte sich bis zu den Knien breit. Es war trotzdem auch in dieser Tiefe sehr schön, zumindest für einen der Taucher! Die Fische waren bei massiger Sicht von etwa 4 bis 5 Meter in erstaunlicher Anzahl anzutreffen. Nach 420 Minuten Tauchzeit hatten die beiden Taucher ihre alte Bestmarke überboten. Es stellten sich jedoch die ersten, aber nicht ernsthaften Probleme ein. Die Müdigkeit machte nun zu schaffen. Beide Taucher hatten ein paar Mal mit dem Sekundenschlaf zu kämpfen bis die 540 Minuten geschafft waren. Dann waren sie ja nur noch ´einen normalen Sporttauchgang´ vom Ziel entfernt. Die letzten 60 Minuten vergingen wie im Flug. Nach 600 Minuten waren die beiden Taucher wieder am Reel. Die Tauchkollegen hatten die leeren Stages schon aus dem Wasser genommen. Nur jeweils eine Reserve Flasche für jeden und eine Sauerstoff-Flasche waren noch aufzunehmen und unter dem Bagger durch zu transportieren. Nach 610 Minuten streckten beide Taucher den Kopf aus dem Wasser und waren glücklich und zufrieden. 600 Minuten ohne ein Wort – nur Stille! Ich bedanke mich bei meinem Buddy Bernd für 10 Stunden Ruhe Grüße von Matt